Solaranlagen in Unternehmen müssen nachgerüstet werden

Durch die Forderungen der neuen EnEV müssen wohl Zigtausende deutsche Unternehmen Ihre Solarleitungsdämmung erneuern. In dem folgenden Blogartikel erläutern wir die Hintergründe und zeigen Ihnen welche beiden Varianten der Nachrüstung es gibt.

Wenn es um den Einsatz von erneuerbaren Energien geht, steht die Energiegewinnung durch Solaranlagen bei deutschen Unternehmen an erster Stelle. In einer Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI), die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie angefertigt wurde, gaben 7% der befragten Handelsbetriebe an, Photovoltaik Anlagen für die Energiegewinnung im Unternehmen einzusetzen (bmwi.de).

Hochgerechnet auf die Gesamtanzahl der 565000 deutschen Handelsfirmen ergibt sich damit eine Unternehmensanzahl von fast 40000 Betrieben – und das nur für den Handel!

Für viele dieser Betriebe stehen jetzt umfangreiche Nach- oder Umrüstungen an: Nach Angaben der Projektgruppe EnEV müssen Solarleitungen und Heizungsverteilleitungen zu 100 Prozent mit der in der EnEV von 2014 ausgewiesenen Dämmstärke wärmegedämmt werden. Details dazu sind in der Anlage 5 der EnEV 2014 beschrieben (energiezukunft.eu )

Da diese Leitungen jedoch nicht selten aus finanziellen Gründen mit einer dünneren Ummantelung isoliert werden, dürften viele deutsche Unternehmen vor einem Nachrüstungsproblem stehen. Da im Allgemeinen die Abdichtungen sehr genau durchgeführt werden müssen, sind sie dementsprechend aufwendig. 

Insgesamt gibt es für die Umsetzung der EnEV Richtlinien zwei alternative Ansätze: Entweder alte, unzureichende Dämmungen entfernen und gegen neue ersetzen oder die Solarleitungen vollständig gegen vorisolierte Leitungen austauschen.

Variante 1 – Alte Leitungsdämmungen ersetzen

Im Großen und Ganzen kommen hier zwei unterschiedliche Materialien in Frage:

Mineralfaserdämmstoffe

Ummantelungen aus Mineralfaserdämmstoffen, welche auch bei Sandwichpaneelen eingesetzt werden, sind hervorragend für die bei einer Solaranlage auftretenden hohen Temperaturen geeignet. Die Ummantelungen werden im Fachjargon auch als sogenannte Mineralfaserschalen bezeichnet.

Kunststoff

Alternativ zur Mineralfaser finden auch Kunststoffe ihren Einsatz im Wärmedämmungsbereich für Solarleitungen. Hier ist darauf zu achten, dass Temperaturen von teilweise 175 °C „verkraftet“ werden müssen. Daher eignen sich die für herkömmliche Heizungsanlagen genutzten Dämmstoffschläuche nicht, da diese nur Temperaturen bis 110 °C aushalten. Der Effekt bei höheren Temperaturen ist eine Aushärtung und anschließende Zerbröselung. Da viele Leitungen von Solaranlagen im Außenbereich montiert sind, müssen sie UV und witterungsbeständig sein. Die Dämmmäntel sollten daher zusätzlich mit einem  Außenmantel aus Zink- oder Aluminiumfolie versehen sein (bosy-online.de).

Variante 2 – Solarleitungen durch vorisolierte, neue Leitungen austauschen

Gegenüber Leitungen, welche erst im Nachhinein für die Wärmedämmung ummantelt werden, besitzen vorisolierte Solaranbindungsleitungen vor allem den Vorteil, dass die Montagezeiten drastisch verkürzt werden können. Dies senkt selbstverständlich die Kosten für eingesetztes Handwerkspersonal. In der Regel sind vorisolierte Leitungen außerdem bereits gesetzeskonform und witterungsbeständig, da über dem Isoliermaterial eine UV-beständige Schicht liegt. (songut.com).

Hat Ihr Unternehmen die Nachrüstung bereits hinter sich? Für welche Variante haben Sie sich entschieden? Wir freuen uns auf einen kleinen Eintrag hier in unserem Blog.

Wenn Sie weitere Fragen zur Wärmedämmung haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne mit Rat und Tat beiseite. 

Quellen:

http://www.energiezukunft.eu/solar/solarthermie/solarleitungen-muessen-nach-enev-gedaemmt-werden-gn102972/
http://www.bosy-online.de/Waermedaemmung.htm
http://www.songut.com/2-2-produkte-solarrohr.php?image=2&lang=de

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